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Massnahmen gegen das Webtracking

Webtracking nennt man die Möglichkeit, Besucher durch die Spuren im Web zu verfolgen und möglichst viel über diese in Erfahrung zu bringen (Vorlieben, Kaufverhalten, Surfverhalten, etc.). Hier zeigen wir auf, was man dagegen tun kann und welche Hilfsmittel zuverlässig sind.

Bei der Entstehung vom World Wide Web wurden die Daten von sogenannten Logfiles gelesen, hierbei war jedoch vom Browser limitiert welche Daten geteilt wurden. So konnte man zwar bereits IP, Bildschirmgrösse, Browser etc. ableiten, aber mehr nicht.

Heutige Webtracker bauen auf Javascript und Cookies. Dies hat zur Folge, dass viel mehr Daten bekannt werden als der eigene Browser normalerweise im Header der Anfragen preisgibt. Vor Allem die Cookies machen es leicht, Personen über diverse Webseiten zu verfolgen.

Als sehr bekanntes Beispiel sind die sogenannten Like Buttons. Beispiel Facebook likebutton ist ein kleines Javascript von Facebook.com. Bindet man dieses in die eigene Webseite ein, bekommt Facebook von jedem einzelnen Besucher meiner Seite auch die Daten. Sieht man den Verbreitungsgrad, kann man sich vorstellen wieviele Daten (Interessens-, Surf- und Kaufverhalten) Facebook sammeln kann. Dies ja nicht nur unter Facebook, sondern auf jeder Seite mit Share Buttons oder einer Likebox.

Damit nicht genug, wenn man will, zeichnet man dem Benutzer seine Session einfach auf und jede Mausbewegung gleich mit. So lassen sich sehr genaue Analysen machen der eigenen Seite zum Verbessern, aber auf die andere Seite ist dies doch schon eine recht schwere Verfolgung in der Privatsphäre. Beweis? Einfach auf Mouseflow gehen und beim Demo mitmachen.

Doch wie schützt man sich dagegen?

Der Beste Schutz wäre die Erweiterung NoScript, welche alle Javascripte blockiert. Jedoch ist dies sehr nerfraubend, da 95% aller Webseiten dann nicht mehr laufen. Man kann zwar manuell ein Host nach dem anderen aktivieren, doch was sich hinter einem Hostname verbirgt weiss der anwender meist nicht.

Hier hat ein anderes Tool Ghostery sich die Mühe gemacht, die Hosts von Trackingseiten in eine Liste aufzunehmen.

Ghostery bekommt man für Chrome oder auch Firefox.

Dieses Tool meldet bei jedem Seitenaufruf per kleine Einblendung, welche Tools die aktuelle Seite gerade nutzt und man kann diese gezielt dann auch “abschalten”, damit diese keine Daten mehr sammeln können. aktuell sind knapp 2’000 verschiedene Hosts bekannt.

ghostery2Am ghostery1Beispiel von 20Min.ch meldet das Popup (s. Bild Links) diverse Tracker und Werbeanbieter. Diese kann man dann sehr einfach per Knopfdrock deaktivieren (s. Bild Rechts).

Dies ist eine sehr einfache Lösung mit den Trackingdiensten umzugehen. Weiterhin könnte man Werbung damit blockieren, wobei man immer bedenken sollte, viele Dienste leben davon im Web und ohne Werbeeinnahmen würden diese schnell von der Bildschirmfläche verschwinden. Daher auf den guten Seiten nicht immer deaktivieren.